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2006-09-22 13:17:43
hoschi
 
sternzeit 20060922, logbuch der ahd, kaptain hoschi
 also mir foit grod soviel scheiss ein der einfach mal geschrieben gehört! hat eigentlich schon mal irgendwer von euch über die tiefere bedeutung von alkohol nachgedacht? wahrscheindlich schon, aber am ehesten noch in einem solchen dilyrium, das kein einziger sinnvoller gedanke davon den nächsten tag erlebt hat! im grunde kann man mal sagen das der alkohol, im speziellen das bier und die ausschweifende verwendung davon die einzig wirklich bedeutende erfindung der kirche war, die mir jetzt spontan einfällt (neben den getzlich anerkannten feiertagen). wen man so nachdenkt, ist der alkohol eigentlich der leim, der die gesellschaft, im besonderen die österreichische, zusammenhält! ich kann es zwar nicht mit 100%iger sicherheit sagen, aber ich wette sogar der staatsvertrag wurde unter beisein des einen oder anderen hochprozentigen getränks entworfen und unterschrieben.

weiters baut das komplette österreichische vereinssystem auf gelegentlichen bis hin zu dauerhaft eingeplanten volldröhnungen auf. alleine die drei wichtigsten, fussball, feuerwehr und musikverein schwören auf die wunderbaren wirkungen des bieres! eher alt eingesessene vereine mit mitgliedern die den zenit der 60 jahre schon überschritten haben, setzten hingegen eher auf die vollkommene wirkung des schnaps. in höheren kreisen (höher = geldiger) ist wiederum edleres gesöff wie wein mit den abkömmlingen sekt und prosecco zu finden.

nehmen wir nun mal einen durchschnittlichen österreicher. er arbeitet. warum arbeitet er? natürlich um zu leben und zu wohnen. und dem staat seine abgaben zu leisten! dafür geht sicher mal der großteil des geldes drauf! der rest ist bestimmt für luxusgüter. dabei muss man wieder zwischen materiellen und nicht materiellen gütern unterscheiden. hin und wieder mal nen fernseher, ein auto. schön und gut, bringt befriedigung für ein paar wochen, vielleicht monate. was aber wirklich von bedeutung ist, ist die fixe verankerung im gesellschaftlichen leben! sprich freunde treffen, sich austauschen, wie auch immer. und die einfachste möglichkeit, solche erfahrungen zu machen führt nun mal über den alkohol. die zunge sitzt lockerer, man redet mit leuten mit denen man sonst nie reden würde, auch über sachen über die sonst nie reden würde.

nehmen wir eine typische szene. ein tanzabend. sitz auf die eine seite lauter männer die sich nicht kenne, auf die andere deren gegenstück, unsere frauen und spiel ein bisschen musik. bis da irgendwas abgeht, ist der abend schon wieder vorbei. wenn du das ganze aufnimmst und noch einen strohballen durch die leute rollen lässt, bekommst du den oscar für das beste drama!
in der gegenstudie gib jedem ein glas in die hand und lass sie ein bisschen trinken! leute fangen aus gewohnheit zu rauchen an, fragen andere um feuer! leute fangen zu aus gewohnheit zu prosten an, kommen sich näher. dort ein witzchen, da ein gesprächen! leute fangen an dicht zu werden, in weiterer folge fangen sie an, nachdem der alkohol sie zu totaler selbstüberschätzung ermutigt hat, wie wild zu tanzen. andere meinen das können sie aber mindestens genau so gut und tanzen auch! die männer und frauen gruppe vermischt sich, es kommt zu bändeleien und erotischen anspielungen! kurz gesagt, wir haben eine feier, von der die leute in 2-3 monaten noch reden werden!

das könnte jetzt noch ewig so fortgeführt werden. meiner meinung nach sollten wir den alkohol einfach nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern mit gebührender ehere geniesen. und ja nicht anfangen über die negativen nebeneffekte nachzudenken! dazu ist er zu wertvoll!

ich hoffe ich konnte einige unter euch dazu bringen, heute abend nicht auf diese aspekte zu vergessen und auf jeden fall nicht zu wenig von dem göttlichen gesöff in sich hinein zu schütten, damit es ein unvergesslicher abend wird, über den man in meherern monaten noch sprechen wird!

denn die besten partys sind meistens die partys, von denen man selber nicht mehr so wirklich weis wie gut sie waren, dies aber von komplett fremden menschen erzählt bekommt!

prost
 

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